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ich glaube, genau das ist es, wovor ich angst habe, dass josh mich einfach vergessen könnte. aber zu der sache mit dem goethehaus. ich glaube wir müssen doch immer irgendwie funktionieren. das ist das problem der menschheit. bei einer maschine kann man sich drauf verlassen, dass sie funktioniert, aber menschen sind einfach zu emotional. aber man klammert diese emotionalität immer aus und sieht nur die leistung. eigentlich ist es traurig, dass wir so eine hochleistungsgesellschaft sind und der mensch immer mehr in den hintergrund rückt.

Sicherheitsnadel verlinken 2.12.06 15:19, kommentieren



im moment stelle ich ja die theorie auf, dass nicht nur menschen angst haben vergessen zu werden, sondern vielleicht auch dinge. zwei dinge wurden gestohlen (mein rad und der roller von franzi). jeweils wie man das letzte mal diesen gegenstand benutzen wollte und dann ist er weg. einfach gestohlen. und man kann es in diesem augenblick gar nicht fassen.

ich glaube so langsam, dass dieser gegenstand weiß, dass er heute zum letzten mal benutzt wird und hat einfach angst vergessen zu werden und dann sucht er sich einfach einen neuen besitzer, der ihn weiterhin benutzt.

 

eintagsfliege verlinken 3.12.06 18:40, kommentieren

dann trifft das aber nicht auf mein fahrrad zu. ich habe mein fahrrad geliebt, ich hatte so angst um mein fahrrad und dann hat es mich verlassen und immer wenn ich leute mit dem selben fahrrad gesehen habe, hanb ich mir einbgebildet, dass es meins ist. ich habe immer gehofft, es würde zurück zu mir kommen, aber es hat mich einfach verlassen, ohne ein wort zu sagen, ohne eine einzige spur zu hinterlassen. hätte es mich nie verlassen, müsste ich nicht mit dem gameligen fahrrad von meiner mutter rumfahren, wo die gangschaltung und das licht und die bremsen nicht richtig gehen. außerdem ist der ständer zu groß, dass es jedes mal umkippt. ich hasse dieses fahrrad!!!

Sicherheitsnadel verlinken 4.12.06 18:59, kommentieren

wer weiß, vielleicht hatte dein fahrrad einen unerkannten grund? und nur weil das fahrrad von deiner ma etwas klappert, darfst du nich so gemein sein. obwohl...ich bin zu meiner oma auch nich grad immer nett *lol* super vergleich. ähm ja.

eintagsfliege verlinken 4.12.06 21:26, kommentieren

möglicherweise werden dinge öfters mit gewalt, ohne dass man es will aus dem leben gerissen.klingt sehr dramatisch, aber vllt fühlt sich dein fahrrad aber seit langem eingesperrt und gefangen und hat aufgegebn nach dir zu suchen, weil es die gewohnheit bestimmt hat.

möglicherweise hat es sich auch damit abgefunden, weil es die hoffnung verloren hat.denkst du denn immernoch jeden tag daran, dass es zurück kommen könnte? klingt ziemlich naiv.(sagt die verkörperung der naivität )

Vielleicht hängen wir an manchen sachen einfach zu lange und an anderen wieder zu kurz.Aber wie soll man den unterscheiden, ob es eine sache wirklich wert ist an ihr zu hängen?Weil sie einem viel bedeutet?Läuft man dann nicht gefahr total abhängig zu werden?

Letztens ist mir wieder was neues aufgefallen.Man sagt oder leute sagen zum beispiel zu ihrem partner: "ich kann nicht leben ohne dich!" Aber hat man denn vor der Beziehung kein Leben geführt?das zeugt doch auch von abhängigkeit und was die emanzipierte frau darüber sagen würde ist klar:

Mädels, macht euch nie abhängig von einem Mann!

(ich glaub ich hab zu viel bio gelernt.......)

mupfel verlinken 6.12.06 18:14, kommentieren

schaaaalter.....schalter?

ach übrigens:

ich glaube das zeichnet auch die perfektionisten aus:

sie leben nur dafür diesen bestimmten schalter zu betätigen, natürlich möglichst perfekt, um perfekt zu sein.Würde es ihnen noch so schlecht gehen...sie würden den "happy feeling"schalter betätigen und losrennen und die ganze welt umarmen wollen.

perfekte leute= perfekte maschinen

brave new world

mupfel verlinken 6.12.06 18:18, kommentieren

hypnopedia, oder wie man das auch immer schreibt

vielleicht setzten wir ja alle eine maske auf. mir ist an sasch aufgefallen, dass er wirklich mit jedem klar kommt und auch immer fröhlich und lustig und gemein zu mir ist, weil er auch keine gelegenheit auslässt um sich lustig über mich zu machen und auch nicht die möglichkeit ausläst mir bestimmte sachen noch mein leben lang vorzuhalten...

also jedenfalls ist mir aufgefallen, dass die meisten leute wahrscheinlich nicht den radke in ihm sehen. manchmal guck ich izhn an, und ich weiß genau was er denkt und was er fühlt. ich weiß, dass ihm manchmal ziemlich schlecht geht, weil die sache mit alex einfach keine zukunft hat. ich weiß, dass er sie unglaublich liebt, aber sie ihn nicht an sich ranlassen kann. ich schätzte, die meisten leute sehen auch nicht, dass er sich um alles immer gedanken macht. er hat mir heute gesagt, dass er zwar mit jedem klarkommt, aber sich nicht unbedingt in diesen jahrgang integrieren muss, dass er seine wenigen guten freunde hat und dass er sich den weg des einzelgängers eigentlich selbst ausgesucht hat. ich habe wieder festgestellt, dass wir die freaks sind, die individualisten, die vielleicht nicht unbedingt die stability im system garantieren. aber wie der beyer einmal gesagt hat sind es die freaks, die die welt verändern, all die querdenker, die etwas verändern wollten. ich meine, wir hätten opportunisten werden können, aber wir haben uns dafür entschieden uns von der masse abzugenzen. wir könnten unsere wahrheit in dem mitläuferleben finden. wir könnten alles für wahr haltenb, was uns schon so oft vorgelebt wurde und wir könnten aufhören uns irgendwas zu hinterfragen. vielleicht wurden wir auch so erzogen, dass wir nicht fragen sollen, weil uns unsere eltern das wahre leben jeden tag vorleben. wer hat gesagt, dass wir jemals etwas anders machen sollten. wir gehen doch ständug diesen alten ausgetretenen weg. ich habe mich gefragt, wie ich gedacht hätte, wenn ich vor 100 jahren oder so gelebt hätte. hätte ich akzeptiert, dass frauen keine rechte haben, dass die armen unterdrückt werden, oder hätte ich mit eine revolution angeführt?! vielleicht wäre ich damals im opportunismus versunken ohne jemals für meine rechte zu kämpfen, aber vielleicht hätte ich auch damals alles hinterfragt. was ich aber eigentlich sagen wollte ist, dass man noch so viel massenbeeinflussung betreiben kann, aber irgendein individuum wird immer überleben, so wie bernard marx in brave new world. ich weiß, dass ich es mir in vielen dingen nicht grade einfach gemacht hat, aber das war der weg, den ich mir gewählt habe und den die ganzen anderen individualisten vor uns auch gewählt haben und in zukunft auch wählen werden, weil die welt sonst ewig stillstehen würde, ohne neue gedanken und ideale. vielleicht kommen wir irgendwann zu einer überidealisierten welt mit überbewerteten tugenden, wie in don carlos, aber da muss am wieder den grad finden zwischen einer robotormenschheit und einer idealmäßig ühberfrachteten menschheit, wo das ideal nur noch reines pflichtbewusstsein ist

Sicherheitsnadel verlinken 6.12.06 18:57, kommentieren