hypnopedia, oder wie man das auch immer schreibt

vielleicht setzten wir ja alle eine maske auf. mir ist an sasch aufgefallen, dass er wirklich mit jedem klar kommt und auch immer fröhlich und lustig und gemein zu mir ist, weil er auch keine gelegenheit auslässt um sich lustig über mich zu machen und auch nicht die möglichkeit ausläst mir bestimmte sachen noch mein leben lang vorzuhalten...

also jedenfalls ist mir aufgefallen, dass die meisten leute wahrscheinlich nicht den radke in ihm sehen. manchmal guck ich izhn an, und ich weiß genau was er denkt und was er fühlt. ich weiß, dass ihm manchmal ziemlich schlecht geht, weil die sache mit alex einfach keine zukunft hat. ich weiß, dass er sie unglaublich liebt, aber sie ihn nicht an sich ranlassen kann. ich schätzte, die meisten leute sehen auch nicht, dass er sich um alles immer gedanken macht. er hat mir heute gesagt, dass er zwar mit jedem klarkommt, aber sich nicht unbedingt in diesen jahrgang integrieren muss, dass er seine wenigen guten freunde hat und dass er sich den weg des einzelgängers eigentlich selbst ausgesucht hat. ich habe wieder festgestellt, dass wir die freaks sind, die individualisten, die vielleicht nicht unbedingt die stability im system garantieren. aber wie der beyer einmal gesagt hat sind es die freaks, die die welt verändern, all die querdenker, die etwas verändern wollten. ich meine, wir hätten opportunisten werden können, aber wir haben uns dafür entschieden uns von der masse abzugenzen. wir könnten unsere wahrheit in dem mitläuferleben finden. wir könnten alles für wahr haltenb, was uns schon so oft vorgelebt wurde und wir könnten aufhören uns irgendwas zu hinterfragen. vielleicht wurden wir auch so erzogen, dass wir nicht fragen sollen, weil uns unsere eltern das wahre leben jeden tag vorleben. wer hat gesagt, dass wir jemals etwas anders machen sollten. wir gehen doch ständug diesen alten ausgetretenen weg. ich habe mich gefragt, wie ich gedacht hätte, wenn ich vor 100 jahren oder so gelebt hätte. hätte ich akzeptiert, dass frauen keine rechte haben, dass die armen unterdrückt werden, oder hätte ich mit eine revolution angeführt?! vielleicht wäre ich damals im opportunismus versunken ohne jemals für meine rechte zu kämpfen, aber vielleicht hätte ich auch damals alles hinterfragt. was ich aber eigentlich sagen wollte ist, dass man noch so viel massenbeeinflussung betreiben kann, aber irgendein individuum wird immer überleben, so wie bernard marx in brave new world. ich weiß, dass ich es mir in vielen dingen nicht grade einfach gemacht hat, aber das war der weg, den ich mir gewählt habe und den die ganzen anderen individualisten vor uns auch gewählt haben und in zukunft auch wählen werden, weil die welt sonst ewig stillstehen würde, ohne neue gedanken und ideale. vielleicht kommen wir irgendwann zu einer überidealisierten welt mit überbewerteten tugenden, wie in don carlos, aber da muss am wieder den grad finden zwischen einer robotormenschheit und einer idealmäßig ühberfrachteten menschheit, wo das ideal nur noch reines pflichtbewusstsein ist

Sicherheitsnadel am 6.12.06 18:57

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